Hinter den Kulissen

Wir träumen von einer Gesellschaft, die strukturelle Gewalt anpackt, statt mit Bestrafung weiteres Leid zu verursachen – einer abolitionistischen Welt mit Transformativer Gerechtigkeit. Als kleine Projektgruppe wollen wir diese anstupsen helfen.

Am Anfang war eine Beobachtung

Gruppen wie WGs und politische Kollektive erleben leider auch Reibung, Konflikte und Gewalt. Der Umgang damit ist oft sowieso schon überfordernd. Auch wenn viele Bestrafung eigentlich doof finden, fehlt oft die Erfahrung und Selbstsicherheit mit Alternativen. Es fehlt schlicht die Übung.

Im Herbst 2025 haben wir deshalb mit der Entwicklung vom Format dieser Webseite begonnen. Auf eine erste Version gabs ermunternde Rückmeldungen. Daraus wurde, was du jetzt auf dieser Webseite findest.

Vor uns waren unzählige Kämpfe zur Abschaffung von Grenzen und Knästen, beeindruckender transnationaler Abolitionismus, ganz viel Polizeikritik, eine beharrliche feministische Tradition von Fürsorge und Kampf gegen sexualisierte Gewalt und eine bessere Welt. Wir lernen von Schwarzen und indigen Queers und Feminist*innen in Nordamerika, die Konzepte und Methoden zu Transformativer Gerechtigkeit entwickelten. Und wir reihen uns in eine lange Tradition ein, die Üben als politisches Werkzeug einsetzt.

Kerngruppe

Wir sind eine Kerngruppe aus vier Personen – Mio, Maya, Jan, Kaja – und werden von einigen mehr unterstützt.

Wir verstehen uns als konstant lernend und übend. Wir sind keine Expert*innen Transformativer Gerechtigkeit und glauben auch nicht, dass es das so richtig gibt.

Hintergründe

Weil unsere Erfahrungen und Lebensrealitäten dieses Projekt beeinflussen:
Wir sind alle vier weisse, in der Deutschschweiz sozialisierte, junge Personen und haben uns in einem akademischen Kontext kennengelernt. Wir sind mit unterschiedlichen Betroffenheiten (was Sexismus und Queerfeindlichkeit angeht) unterwegs.

Die ersten Übungsszenarien beschreiben Situationen, die unseren Lebensrealitäten nahe sind. Das war ein bewusster Entscheid: so können wir die notwendige Sorgfalt sicherstellen und das Format überhaupt einmal testen.

Längerfristig streben wir Übungsszenarien an, die auch weitere Erfahrungen ansprechen: Themen wie Prekarität, Kriminalisierung von Aufenthaltsstatus, Rassismus, Ableismus, oder das Zusammenleben mit jungen Menschen. Dafür wollen wir Erfahrungsexpert*innen dabei unterstützen, ihre eigenen Übungsszenarien zu entwickeln.

Wir teilen die Überzeugungen, dass …

  • vieles ziemlich fucked ist
  • wir zusammen etwas Besseres bauen können und müssen
  • Strafen kontraproduktiv ist für die Welt, die wir leben wollen
  • Transformative Gerechtigkeit ein Versuch von Alternativen ist, die sich auszuprobieren lohnen.

Kontaktmöglichkeiten

Wir freuen uns über Austausch, Rückmeldungen und Ideen. Du erreichst uns im Fediverse auf Mastodon oder per Mail.