In den darauffolgenden Monaten verändert sich in Simon und Claudios Leben viel.
Simon nimmt sich Zeit, sein grenzüberschreitendes Verhalten aufzuarbeiten. Zusammen mit seiner älteren Schwester und Claudio bilden sie eine Aufarbeitungsgruppe, in der sie u.a. auf Milas Forderungen und Bedürfnisse eingehen.
Durch intensive Gespräche mit seiner Schwester, fängt Simon an, über seine Kindheit zu reflektieren. Er lernt einzuordnen, was ihm zuhause und durch seine männliche Sozialisierung beigebracht wurde. Durch diesen Prozess fängt er an, patriarchale Denk- & Handlungsmuster zu verlernen. Zum Beispiel achtet er in Gruppen mehr darauf, wer wie viel spricht und schaut, dass er anderen nicht ins Wort fällt und aktiv zuhört.
Für
Claudio war die ganze Aufarbeitung mit Simon ein kühles Erwachen. Auch er befasst sich intensiv mit seinem eigenen männlich geprägtem Verhalten und seinen Privilegien. Diese nutzt er, um Raum für weniger privilegierte Personen zu schaffen. Zum Beispiel ist er jetzt aktiv im Studierendenrat und setzt sich dort für feministische Aufklärungsarbeit und Betroffenenunterstützung an Universitäten ein.
Durch die Auseinandersetzung mit den strukturellen Ungleichheiten politisieren sich Simon und Claudio. Zusammen treten sie der politischen Gruppe Bewegungsfreiheit für alle (Bfa!) bei. Dort engagieren sie sich gegen Europas Todespolitik. Sie wissen: Viele Frauen und Queers erleben auf der Flucht sexualisierte Gewalt. Sich für sichere Fluchtwege und Bewegungsfreiheit einzusetzen ist also auch ein feministisches Anliegen!
Ende
Ihr seid am Ende des Szenarios angekommen. Diese Runde ist hier fertig.